Dienstag, 8. April 2025

Antiziganismus in Schleswig-Holstein: Kontinuitäten und aktuelle Diskriminierungen

Details

Die Geschichte der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein ist leider auch eine Geschichte ihrer gesellschaftlichen Stigmatisierung, Ausgrenzung und Verfolgung. Diese fand ihren traurigen Höhepunkt während des Nationalsozialismus im Holocaust. Es wird geschätzt, dass zwischen 220.000 und 500.000 Sinti und Roma aus rassistischer Ideologie in Konzentrationslagern in ganz Europa ermordet wurden. Viel zu lange wurden diese Opfer in der deutschen Erinnerungskultur nicht beachtet, auch weil Sinti und Roma noch heute Betroffene rassistischer Ausgrenzungen sind. In der Forschung hat sich hierfür der Begriff „Antiziganismus“ etabliert, auch wenn dieser nicht unumstritten ist.

Wie genau sah das Leben von Sinti und Roma aus Schleswig-Holstein im Nationalsozialismus aus, wie die systematische Ausgrenzung bis hin zu ihrer Ermordung? Wie veränderte sich ihre Situation nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs? Welche (Dis-)Kontinuitäten gab es hierbei von staatlicher Seite, welche Rolle spielten die Medien und die Zivilgesellschaft? Warum sind Sinti und Roma heute eine anerkannte Minderheit in Schleswig-Holstein und was bedeutet das eigentlich? Wie zeigt sich Antiziganismus? Und vor allem: Was können wir heute gegen Antiziganismus unternehmen?

Diese Fragen wollen wir mit Ihnen gemeinsam diskutieren. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Landesarbeitsgruppe Schleswig-Holstein von Gegen Vergessen – Für Demokratie und dem Landesverband Schleswig-Holstein des Verbands Deutscher Sinti und Roma e.V. durchgeführt.

Mehr Informationen und Anmeldung unter https://www.politische-bildung.sh/veranstaltungen/

Landesbeauftragter für politische Bildung Schleswig-Holstein
Zur Anbietendenseite
MH
Michael Holldorf
Organisator*in
Di, 8. April 2025
18:00  – 23:59
Veranstaltungsort
Veranstaltungsort nur für Teilnehmende sichtbar

DemokratieförderungVielfalt/ DiversityAntidiskriminierungSinti & Romapolitisches Engagement