Steuern sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Schon beim Kauf eines Kaffees in der Bäckerei zahlen wir bspw. Kaffeesteuer. Mit den Steuern finanziert der Staat u. a. das Gemeinwesen und auch unseren Sozialstaat. Dies hat positive gesamtgesellschaftliche Effekte, da das deutsche Steuersystem grundsätzlich progressiv ausgestaltet ist und Einnahmen umverteilt, wodurch soziale Ungleichheit reduziert wird. Allerdings wirkt es zunehmend unzureichend angesichts wachsender sozialer Ungleichheit. Besonders deutlich wird das bei der wachsenden Vermögensungleichheit in Deutschland. Durch Erbschaften und Schenkungen verfestigt und verschärft sich diese Ungleichheit über Generationen hinweg. Während die reichsten 10 % der Bevölkerung rund die Hälfte des gesamten Erbvermögens erhalten, geht die untere Hälfte leer aus. Problematisch ist ferner die im Vergleich zu Vermögen unausgewogene steuerliche Belastung von Arbeit. Dies gilt auch für Kapitalerträge, die ebenfalls weniger belastet werden als Arbeit. Diese Regelungen führen nicht nur zu wachsender sozialer Ungleichheit, sondern haben auch negative Effekte auf die demokratische Entwicklung im Land.
Um dieses komplexe Thema greifbar und erlebbar zu machen, beginnen wir den Abend mit einer szenischen Lesung des Theaterstücks Unser Erbe: Tax me if you can‘ von Helge Schmidt & Team.
Im Anschluss diskutieren wir mit Expert_innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, ob und wie das bisherige System reformiert werden kann und wie eine gerechtere Besteuerung aussehen könnte.
Mehr Informationen und Anmeldung https://www.fes.de/veranstaltungen/