Der 9. November 1938, als in Deutschland jüdische Geschäfte zerstört und Synagogen in Brand gesetzt wurden, markierte den Übergang von der rechtlichen Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung zur systematischen Verfolgung, die drei Jahre später in ihre physische Vernichtung mündete. Alljährlich erinnert der GofenbergChor mit Liedern in jiddischer und hebräischer Sprache an die Ereignisse vor 88 Jahren.
Das Gedenkkonzert findet in Zusammenarbeit mit der Stiftung ZURÜCKGEBEN statt, die in Deutschland lebende jüdische Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen fördert. Sie würdigt damit den Beitrag, den Jüdinnen heute wieder für Kultur und Gesellschaft in Deutschland leisten. Die Mittel dafür stammen von nichtjüdischen Deutschen. Manche von ihnen haben Eltern, Großeltern oder Verwandte, die sich zwischen 1933 bis 1945 widerrechtlich jüdische Besitztümer – von Kunstwerken und Häusern bis zu Alltagsgegenständen– angeeignet haben. Andere haben keinen biographischen Bezug, aber wissen um die vielfältigen Formen der Vorteilsnahme fast aller Deutschen aus der Beraubung der Juden Europas. Eine Zurückgabe insbesondere von Hausrat ist nur im Ausnahmefall möglich. Die Nachkommen der direkten sowie der indirekten Profiteure können allerdings die Einsicht und das Gefühl zulassen, dass sie den Nachkommen der Geschädigten etwas schuldig sind. Der Stiftungsname ZURÜCKGEBEN bringt das zum Ausdruck.
Veranstaltende: GofenbergChor
Die Teilnahmezahl ist begrenzt und eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung möglich.
Anmeldung über mafueg@aol.de
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Diese Veranstaltung ist Teil der Tempelhof-Schöneberger Aktionswochen gegen Antisemitismus.