Freitag, 29. Mai 2026

Tagung: Das „Heilige Land“ und der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland

Bonn - Nordrhein-Westfalen

Details

Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Seit dem 7. Oktober 2023 hat der Hass auf Jüdinnen und Juden unvorstellbare Ausmaße erreicht. Allein im März 2026 gab es fast ein Dutzend Anschläge auf jüdische Einrichtungen in den USA, Kanada und Europa. Statt differenzierter Perspektiven auf Geschichte, Gesellschaft und religiöse Traditionen in Israel und der Region herrschen Vereinfachungen und Unwissenheit vor. Die Ablehnung des Staates Israel durch das Narrativ vom kolonialen Unterdrücker- und Siedlerstaat hat sich in Teilen der akademischen und Kunstwelt seit dem 7. Oktober 2023 stark dynamisiert. Zudem ist zu konstatieren, dass Juden- und Israelhass als Brückenideologie für Rechte, Islamisten und eine „neue autoritäre Linke“ (Nicholas Potter) fungiert.

Die Ereignisse im Nahen Osten betreffen also nicht nur die Menschen vor Ort, sondern Jüdinnen:Juden, Muslim:innen, Christ:innen und Säkulare weltweit. Auch in der Bundesrepublik werden Jüdinnen:Juden für Handlungen der israelischen Regierung verantwortlich gemacht und antisemitisch angegriffen. Die Konflikte in der Region gefährden massiv jüdisches Leben, stellen Muslim:innen unter Generalverdacht und bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land.

Auf der Studientagung wollen wir gemeinsam mit renommierten Expert:innen und Ihnen u. a. über folgende Fragen diskutieren:

  • Wie gestaltet sich die aktuelle politische Situation in der Region zweieinhalb Jahre nach dem 7. Oktober?
  • Weshalb hat die politische Situaion vor Ort Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft und hier lebende Jüdinnen und Juden?
  • Warum sollten sich Christ:innen mit der Landfrage in der Bibel beschäftigen?
  • Wie können jüdische, islamische und christliche Zugänge zum „Heiligen Land“ für den interreligiösen Dialog und das Zusammenleben fruchtbar gemacht werden?
  • Mit welchen Strategien kann dem Judenhass und der Entsolidarisierung mit dem Staat Israel begegnet werden?
  • Was muss sich an den Universitäten ändern?

Referent:innen

Pater Prof. Dr. Christian Rutishauser SJ, Luzern
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Münster
Rabbinerin Alisa Bach, Hannover
Prof. Dr. Johannes Becke, Heidelberg
Andreas Büttner, Potsdam
Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin

Zur Anmeldung hier: https://doo.net/veranstaltung/220370/buchung

Deutscher Koordinierungsrat (DKR)
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Generalsekretär Jan-Ulrich Spies
Organisator*in
Studium der Philosophie - Kulturwissenschaft - Politikwissenschaft an der HU Berlin. Der gebürtige Marburger verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der demokratischen, politisch-historischen Bildungsarbeit und dem Engagement für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er arbeitete unter anderem als Referent für Öffentlichkeitsarbeit ...
des Anne-Frank-Zentrums in Berlin und war als Referent der Stiftung Demokratie Jugend zuständig für das Themenfeld „Netzwerke gegen Rechtsextremismus“. Jan-Ulrich Spies wirkte als Mitarbeiter und zeitweise Büroleiter in den Büros mehrerer Bundestagsabgeordneter in Berlin, bevor er Parlamentarischer Berater und Referent der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag wurde. Von 2014 bis 2024 war Spies in teils leitender Position im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt tätig.
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Fr, 29. Mai 2026
15:00
bis
Sa, 30. Mai 2026
12:00
Veranstaltungsort
Veranstaltungsort nur für Teilnehmende sichtbar