Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Seit dem 7. Oktober 2023 hat der Hass auf Jüdinnen und Juden unvorstellbare Ausmaße erreicht. Allein im März 2026 gab es fast ein Dutzend Anschläge auf jüdische Einrichtungen in den USA, Kanada und Europa. Statt differenzierter Perspektiven auf Geschichte, Gesellschaft und religiöse Traditionen in Israel und der Region herrschen Vereinfachungen und Unwissenheit vor. Die Ablehnung des Staates Israel durch das Narrativ vom kolonialen Unterdrücker- und Siedlerstaat hat sich in Teilen der akademischen und Kunstwelt seit dem 7. Oktober 2023 stark dynamisiert. Zudem ist zu konstatieren, dass Juden- und Israelhass als Brückenideologie für Rechte, Islamisten und eine „neue autoritäre Linke“ (Nicholas Potter) fungiert.
Die Ereignisse im Nahen Osten betreffen also nicht nur die Menschen vor Ort, sondern Jüdinnen:Juden, Muslim:innen, Christ:innen und Säkulare weltweit. Auch in der Bundesrepublik werden Jüdinnen:Juden für Handlungen der israelischen Regierung verantwortlich gemacht und antisemitisch angegriffen. Die Konflikte in der Region gefährden massiv jüdisches Leben, stellen Muslim:innen unter Generalverdacht und bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land.
Auf der Studientagung wollen wir gemeinsam mit renommierten Expert:innen und Ihnen u. a. über folgende Fragen diskutieren:
Pater Prof. Dr. Christian Rutishauser SJ, Luzern
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Münster
Rabbinerin Alisa Bach, Hannover
Prof. Dr. Johannes Becke, Heidelberg
Andreas Büttner, Potsdam
Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Zur Anmeldung hier: https://doo.net/veranstaltung/220370/buchung