Freitag, 13. November 2026

Tagung: Humanismus und Judentum in Berlin – Die Welt von Leo Baeck (1873 – 1956)

Berlin - Mitte - Berlin

Details

Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Katholischen Akademie in Berlin

Seit 1912 amtierte Leo Baeck (1873 – 1956) in Berlin als Rabbiner und lehrte dort an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Während des Nationalsozialismus wirkte er als Repräsentant der deutschen Jüdinnen und Juden und wurde 1943 in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Nach der Schoa emigrierte er nach London, wo er sein letztes großes Werk „Dieses Volk. Jüdische Existenz“ vollendete und 1956 starb. Leo Baeck trat stets für ein selbstbewusstes und vielfältiges Judentum ein. Im Rückgriff auf den ethischen Monotheismus der Hebräischen Bibel verstand er das Judentum als eine humanistische Religion der Vernunft und prägte maßgeblich die Entwicklung des liberalen Judentums.

Über Jahrzehnte setzte sich Baeck mit christlicher Religion und Theologie auseinander, was von dieser Seite zumeist unbeantwortet blieb. Die Wahrnehmung der jüdischen Wurzeln des Christentums war ihm dabei eine Grundvoraussetzung für einen ehrlichen Dialog, in dem er sich nach der Schoa als Brückenbauer engagierte.

Auf der Studientagung wollen wir gemeinsam u. a. über folgende Fragen diskutieren:

  • In welche Netzwerke war Leo Baeck eingebunden und wie wirkte er von Berlin aus?
  • ? Worin zeigt sich die Bedeutung Baecks für die von Deutschland ausgehende liberaljüdische Tradition bis heute?
  • ? Wie setzte er Bildung, Aufklärung und interreligiösen Dialog ein, um dem antisemitischen Strom der Zeit in Theologie, Kirche und Gesellschaft zu begegnen? Was können wir daraus für unsere Gegenwart lernen?

Zur Anmeldung hier: https://doo.net/veranstaltung/232734/buchung

Foto Leo Baeck © Laelia Goehr, Portrait von Leo Baeck, 1950

Deutscher Koordinierungsrat (DKR)
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Generalsekretär Jan-Ulrich Spies
Organisator*in
Studium der Philosophie - Kulturwissenschaft - Politikwissenschaft an der HU Berlin. Der gebürtige Marburger verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der demokratischen, politisch-historischen Bildungsarbeit und dem Engagement für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er arbeitete unter anderem als Referent für Öffentlichkeitsarbeit ...
des Anne-Frank-Zentrums in Berlin und war als Referent der Stiftung Demokratie Jugend zuständig für das Themenfeld „Netzwerke gegen Rechtsextremismus“. Jan-Ulrich Spies wirkte als Mitarbeiter und zeitweise Büroleiter in den Büros mehrerer Bundestagsabgeordneter in Berlin, bevor er Parlamentarischer Berater und Referent der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag wurde. Von 2014 bis 2024 war Spies in teils leitender Position im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt tätig.
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Fr, 13. November 2026
14:30
bis
Sa, 14. November 2026
18:30
Veranstaltungsort
Veranstaltungsort nur für Teilnehmende sichtbar