Samstag, 19. September 2026

Workshop: Opa war kein Nazi – oder vielleicht doch?

Sachsen - Leipzig

Details

Laut Angaben in den Medien haben seit Veröffentlichung der NSDAP-Mitgliederkartei vor wenigen Wochen Hunderttausende überprüft, ob ihre Großeltern oder Urgroßeltern Parteimitglieder waren. Doch wie aussagekräftig ist ein Treffer in der Kartei?

Wer nach der Rolle der eigenen Familie im Nationalsozialismus fragt, stößt auch heute noch in der Familie auf Lücken, Schweigen oder Unsicherheiten. Der Tagesworkshop richtet sich an alle, die mehr über mögliche Verstrickungen, Mitläufertum, Widerstand oder Verfolgung ihrer Familie herausfinden wollen. Der Workshop zeigt, wie man eine Recherche aufbauen und mit Hilfe von Archiven Antworten finden kann.

Außerdem:

  • Was erfährt man aus Briefen oder Fotos und was ist eigentlich darauf zu sehen?
  • Wie führt man Zeitzeugen-Interviews und wertet sie aus? Denn die Erinnerung und das Gedächtnis können trügerisch sein.
  • Was ist das Ziel der eigenen Recherchen und was soll ihr Ergebnis sein?
  • Wie behält man den Überblick?

Gerne können eigene familiengeschichtliche Unterlagen wie Fotos, Dokumente oder Briefe mitgebracht werden.

 Dr. Christine Bücher studierte an der RWTH Aachen Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie. Sie arbeitet als Referentin im Bereich historisch-politischer Bildung u.a. am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. 2025 erschien ihr Buch „Die Lücke im Album. Wie ich die Geschichte meiner nichtjüdisch-jüdischen Familie in der NS-Zeit entdeckte.“

Ein Tagesworkshop mit Dr. Christine Bücher, Ort: Riebeckstr. 63, Leipzig
11:00–17:00 Uhr (inklusive Mittagspause)
Der Workshop ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt: Jane Wegewitz

Sächsische Landesarbeitsgemeinschaft - Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
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AF
Alexander Flügge
Organisator*in
Sa, 19. September 2026
11:00  – 17:00
Veranstaltungsort
Veranstaltungsort nur für Teilnehmende sichtbar