Fortbildung: "Simson, Sandmann, Ostfluencer – Die Bedeutung ostdeutscher Identitäten in der Arbeit mit jungen Menschen"
Die zweitägige Präsenz-Fortbildung richtet sich an Fachkräfte der Jugend- und Sozialarbeit, pädagogische Fachkräfte aus Schule und Bildung, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie zivilgesellschaftlich Engagierte.
In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass sich immer mehr junge Menschen im Osten positiv und selbstbewusst auf ihre ostdeutsche Identität beziehen. Neben Ostfluencerinnen, die mit negativen Klischees über Ostdeutschland aufräumen wollen, gibt es eine Vielzahl an Aktiven, die sich zum Beispiel als Medienschaffende für eine emanzipatorische Entwicklung im Osten engagieren. Daneben gibt es auch regressive Ausprägungen ostdeutscher Identität: (n)ostalgische DDR-Bezüge, Ostdeutschland-Gesänge in Fußballfankurven oder Neonazi-Shirts mit Ostdeutschland in Frakturschrift.
Die Fortbildung zielt darauf ab, die Vielfalt ostdeutscher Lebenswelten sichtbar zu machen und monokausale Erzählungen über den Osten aufzubrechen. Die Veranstaltenden werden sich mit strukturellen Ungleichheiten und stereotypen Bildern beschäftigen, die auch über 35 Jahre nach der Wende weiterhin präsent sind. Ausgehend von dem Blick auf Jugendkulturen in der DDR und kurz nach der Wende, fragen wir danach, wie sich junge Menschen heute auf ihre ostdeutsche Herkunft beziehen. Die Fortbildung bietet darüber hinaus Raum für die Selbstreflexion zum Thema und die gemeinsame Erarbeitung von Ableitungen für die eigene Berufspraxis.
Termine:
Donnerstag, 22. Oktober 2026, 10 – 17 Uhr
Freitag, 23. Oktober 2026, 10 – 17 Uhr
Mehr über die Online-Fortbildung erfahren
Ort: Mainzer Straße 11, 12053 Berlin
Anmeldung: bis 10. Oktober online
Teilnahmebeitrag: 30,00 Euro
Webseite:https://crm.cultures-interactive.de/civicrm/event/info?id=75&reset=1